Studie: Coronakrise trifft weibliche Selbständige besonders hart

Geschäftsfrauen mit Smartphone, über dts
Selbständige Frauen trifft die Corona-Pandemie besonders hart.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), über die die „Süddeutsche Zeitung“ (Mittwochausgabe) vorab berichtet. Sie haben demnach häufiger als männliche Selbständige mit krisenbedingten Einkommensverlusten zu kämpfen und leiden in der Folge auch häufiger unter Depressionen und Angstzuständen.

Die Forscher fanden heraus, dass etwa 47 Prozent der selbstständigen Männer während der Coronakrise finanzielle Einbußen hinnehmen mussten, während es bei den weiblichen Selbstständigen etwa 63 Prozent waren. Die Ergebnisse lassen sich dem DIW zufolge vor allem damit erklären, „dass selbstständige Frauen überproportional häufig in Branchen arbeiten, die von der Covid-19-Pandemie besonders stark betroffen sind“ – etwa durch zwischenzeitliche Schließungen ihrer Geschäfte. Die Forschenden folgern aus den Ergebnissen, dass es „eine verlässliche und mit wenig Aufwand zu beantragende“ Unterstützung für Selbständige brauche, die auch die Lebenshaltungskosten decke. Sonst könnten sich die Betroffenen zunehmend von der Selbständigkeit abwenden. In Deutschland waren zuletzt 34 Prozent der Selbständigen weiblich, der Anteil war in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich angestiegen. Für ihre Studie befragten die DIW-Forscher auf Grundlage des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zwischen April und Juli 2020 Personen aus insgesamt 6.700 Haushalten.

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