Ökonom Bofinger wendet sich gegen Inflationsängste

Der langjährige Wirtschaftsweise Peter Bofinger wendet sich gegen zunehmende Inflationsängste.

„Was wir heute erleben, sind nur temporäre Preissteigerungen“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe). Sie seien durch Sondereffekte wie die höhere Mehrwertsteuer oder die CO2-Bepreisung bedingt.

Die Angst vor Inflation entstehe in Deutschland, weil so wenige Immobilien haben und nun auf großen Geldsparposten säßen, die nichts bringen. Bofinger: „Man wird nervös. Aber die Leute gruseln sich gern. Sie zahlen auch für die Geisterbahn.“ Demgegenüber sagte Thomas Mayer, Institutsleiter der Vermögensverwaltung Flossbach von Storch, dem „Handelsblatt“, dass er mit einer „trabenden Inflation“ rechne – mit Preissteigerungsraten im mittleren Bereich. „Es könnte dramatisch werden“, so der frühere Chefvolkswirt der Deutschen Bank. „Die notwendigen Bedingungen für eine hohe Inflation sind erfüllt.“ Mayer nennt zum Beispiel die stark gestiegene Geldmenge.

Eine künftige Knappheit von Arbeitskräften mit dann steigenden Löhnen könnte ein „Turbo für Inflation“ sein.





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