Ifo: Hohe Energiepreise belasten Glasbranche besonders

Die Geschäftserwartungen der Produzenten von Glas, Keramik, Steinen und Erden sind aufgrund der hohen Energiepreise auf den schlechtesten Stand seit 1991 gesunken.

Das ergab eine Umfrage des Ifo-Instituts, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Der entsprechende Index für diese energieintensive Sparte lag demnach im September bei -62 Punkten.

„Die getrübte Stimmung im Bau, sehr hohe Energiepreise und die Unsicherheit über die weitere Gasversorgung lassen die Branche so pessimistisch wie noch nie in die Zukunft blicken“, sagte Ifo-Branchenexperte Nicolas Bunde. Die Produktionspläne fuhren die Firmen ebenfalls zurück. Sie sanken auf -16,8 Punkte, nach -9,9 Punkten im August. Die Branche hat in der Industrie einen der höchsten Anteile der Energiekosten am Produktionswert. Im Gegensatz dazu bewerteten die Firmen die gegenwärtige Geschäftslage im September mit +28 Punkten noch überwiegend positiv. „Hierbei dürfte der hohe Auftragsbestand eine Rolle spielen, der mit einer Reichweite von 3,3 Monaten weiter über dem langjährigen Durchschnitt liegt“, sagte Bunde.



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