Exporte in Drittstaaten im Mai weiter gestiegen

Die Exporte aus Deutschland in die Staaten außerhalb der Europäischen Union sind im Mai 2022 weiter gestiegen.

Sie legten gegenüber dem Vormonat kalender- und saisonbereinigt um 1,1 Prozent zu, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse am Dienstag mit. Insgesamt wurden im fünften Monat des Jahres Waren im Wert von 57,7 Milliarden Euro exportiert, nicht kalender- und saisonbereinigt waren es Waren im Wert von 59,7 Milliarden Euro.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Exporte um 22,7 Prozent. Dieser deutliche wertmäßige Anstieg ist auch vor dem Hintergrund der stark gestiegenen Außenhandelspreise zu sehen, so die Statistiker. Wichtigster Handelspartner für die deutschen Exporteure waren im Mai die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden Waren im Wert von 13,6 Milliarden Euro exportiert. Damit stiegen die Exporte in die Vereinigten Staaten gegenüber Mai 2021 um 49,7 Prozent. Nach China wurden Waren im Wert von 9,3 Milliarden Euro exportiert. Das waren 10,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Exporte in das Vereinigte Königreich stiegen im Vorjahresvergleich um 19,3 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro.

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Die deutschen Exporte nach Russland sanken im Mai 2022 gegenüber Mai 2021 infolge der wegen des Kriegs in der Ukraine gegen Russland getroffenen Sanktionen, anderer Maßnahmen zur Exportbeschränkung und nicht sanktioniertem Verhalten der Marktteilnehmer um 50,0 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro, nachdem sie im April 2022 gegenüber April 2021 um 64,1 Prozent auf 0,8 Milliarden Euro gefallen waren. Im Mai 2022 lag die Russische Föderation damit auf Rang 10 der wichtigsten Bestimmungsländer für deutsche Exporte außerhalb der EU. Im April hatte Russland Rang 14 und im Februar Rang 5 belegt.



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