Eigentümerverband rät Vermietern zu höheren Nebenkosten-Abschlägen

Angesichts der stark gestiegenen Energiepreise hat der Eigentümerverband Haus und Grund Vermieter zum Handeln aufgefordert.

Mit den Mietern sollten höhere Vorauszahlungen vereinbaren werden, sagte Verbandspräsident Kai Warnecke dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe). „Selbst wenn die Mieter keinen höheren Abschlag leisten wollen, dann führt ein solches Gespräch zumindest dazu, dass sie sich das Problem steigender Energiepreise vergegenwärtigen.“

Ein vom Mieterbund gefordertes Kündigungsmoratorium, welches sicherstellen solle, dass niemand gekündigt werden darf, der wegen stark gestiegener Heizkosten seine Nebenkostenabrechnung nicht fristgerecht bezahlen kann, lehnt Warnecke ab. „Schon während der Corona-Pandemie ist niemandem gekündigt worden – alle Probleme wurden einvernehmlich gelöst.“ Und jetzt schlage der Mieterbund Alarm, dass viele Mieter in diesem Winter in kalten Wohnungen sitzen oder ihre Wohnungen verlieren könnten. „Das ist einfach nur unseriös“, so Warnecke.

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Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft (GdW) ruft unterdessen angesichts hoher Preissteigerungen für Energie zu einem fairen Miteinander zwischen Vermietern und Mietern auf. „Wir empfehlen: Jeder, der aufgrund hoher Nachzahlungen in finanzielle Schwierigkeiten kommt, sollte nicht zaudern, sondern schnell zusammen mit dem Vermieter nach Lösungen suchen“, sagte GdW-Präsident Axel Gedaschko dem „Handelsblatt“. Kündigungen auf breiter Front sieht auch Gedaschko nicht. Die habe es auch 2020, zu Beginn der Corona-Pandemie, nicht gegeben, als viele Menschen ihren Job verloren hatten oder auf Kurzarbeitergeld zurückgeworfen waren.



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