Eberspächer durch Hacker angegriffen

Der Automobilzulieferer Ebersprächer wurde Opfer eines groß angelegten Cyber-Angriff. Auch das Werk Neunkirchen ist offenbar betroffen.

Bereits seit mindestens einem Tag wird der Eberspächer-Konzern von Hackern gezielt attackiert. Das Unternehmen teilt mit: „Die Eberspächer Gruppe wurde Ziel eines organisierten Cyber-Angriffs. Die IT-Infrastruktur ist beeinträchtigt. Zum Schutz unserer Kunden, Mitarbeiter und Partner wurden unverzüglich die notwendigen Schritte unternommen, um dem Angriff mit gezielten Maßnahmen entgegen zu wirken. Unser Team arbeitet gemeinsam mit externen Cyber-Security-Spezialisten mit Hochdruck daran, die Gefährdung zu beseitigen und den Normalbetrieb wiederherzustellen. Die zuständigen Ermittlungsbehörden sind eingeschaltet“.

Auch die Unternehmenswebsite ist offline und nicht erreichbar. Wie die SZ berichtet, soll auch der Produktionswerk in Neunkirchen mittlerweile stillstehen. Teilweise sollen Prozesse jedoch wieder anlaufen, soll „EasyStartWeb“ (webbasierte Fernbedienungssystem für z.B.  Standheizungen) wieder funktionieren.

Um welche Art des Angriffs es sich handelt, hat das Unternehmen bisher nicht bekannt gegeben.

IT-Infrastrukturangriffe nehmen zu

Bereits seit längerem ist zu beobachten, dass Angriffe auf IT-Infrastrukturen größerer Unternehmen angegriffen werden. Erst vor wenigen Tagen schätzte das Bundesamt für Sicherheitheit in der Informationstechnik die Lage als „angespannt bis kritisch“ ein. Der neue BSI-Lagebericht macht deutlich: Die erfolgreiche Digitalisierung ist auf Grund der zunehmenden Vernetzung, einer Vielzahl gravierender Schwachstellen in IT-Produkten sowie der Weiterentwicklung und Professionalisierung von Angriffsmethoden zunehmend gefährdet.

Bundesinnenminister Seehofer führte aus: „Die Gefährdungslage im Cyber-Raum ist hoch. Wir müssen davon ausgehen, dass dies dauerhaft so bleibt oder sogar zunehmen wird“.

BSI-Präsident Arne Schönbohm: „Im Bereich der Informationssicherheit haben wir – zumindest in Teilbereichen – Alarmstufe Rot. Der neue Lagebericht des BSI zeigt deutlich wie nie: Informationssicherheit ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche und nachhaltige Digitalisierung.“

Jetzt folgte der Großangriff auf einen deutschen Mittelstand-Automobilzulieferer.

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