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Deutsche Bank, über dts

„Die Marktreaktion war erstaunlich, da die Renditen zweijähriger US-Staatsanleihen zunächst auf 0,71 Prozent sprangen, dann jedoch unmittelbar wieder auf das Ausgangsniveau von 0,66 Prozent zurückfielen“, sagte Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege des Geldhauses, am Donnerstagmorgen. „Beim US-Dollar war ähnliches zu beobachten: Zunächst tendierte er fester bei 1,122, um umgehend auf 1,1293 zum Euro nachzugeben.“

Der Aktienmarkt allerdings habe die Entscheidung „goutiert“. Während am Anleihe- und am Währungsmarkt offensichtlich bereits eine restriktivere Geldpolitik eingepreist gewesen sei, freue sich der Aktienmarkt über die abnehmende Unsicherheit und über die guten Wachstumsaussichten, so Stephan. Ab Januar will die US-Notenbank Anleihen im Volumen von „nur“ noch 60 Milliarden US-Dollar pro Monat kaufen, was der Hälfte des Volumens von Oktober diesen Jahres entspricht. Die Wachstumsprognose für kommendes Jahr wurde zwar von 3,8 auf 4,0 Prozent angehoben, ebenso aber auch die Inflationserwartung von 2,2 auf 2,6 Prozent. Weil auch die Arbeitslosenquote auf 3,5 Prozent zurückgehen soll, wollen zwölf von 18 Mitgliedern des Federal Open Market Committee (FOMC) den Leitzins im kommenden Jahr mindestens dreimal anheben. Normalerweise finden Aktieninvestoren das gar nicht gut, da das Parken von Bargeld auf dem Konto damit wieder attraktiver wird und Liquidität von den Börsen abziehen könnte.



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