RKI meldet wieder neues Allzeithoch an Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut hat erneut ein neues Allzeithoch an Neuinfektionen mit Sars-Cov-2 gemeldet. Mehr als 7000 Neuinfektionen wurden binnen 24 Stunden registriert.

Demnach gab es Stand Mitternacht 7.334 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. 24 Menschen starben innerhalb eines Tages mit einer Corona-Infektion, wobei aber nicht immer klar ist, ob das Virus auch die Todesursache ist.

Auf den Intensivstation werden aktuell 660 Menschen mit einer Corona-Infektion behandelt.

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Bereits am Donnerstag wurde mit 6638 Fällen der bis dato höchste Wert registriert. In der Vorwoche lagen die Werte noch unter 5000 Neuinfektionen je Tag. Die Werte sind jedoch nur eingeschränkt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da heute die Testkapazitäten in Deutschland deutlich über denen aus dem Frühjahr liegt, was zur Folge hat, dass mehr Infektionen festgestellt, damit aber auch die Dunkelziffer gesenkt wurde.

Die Anzahl der intensivmedizinisch behandelten Personen steigt deutlich an. Nach RKI-Lagebericht wurden am Donnerstag 665 Sars-Cov-2-Infizierte intensivmedizinisch betreut. 329 von ihnen wurden beatmet. Eine woche Zuvor lag der Wert bei 487 (239 beatmet), in der ersten Oktoberwoche waren es 362 (193 beatmet). Derzeit sind in Deutschland etwa 8600 Intensivbetten frei.

Die Zahl der Städte und Landkreise, die den kritischen Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen überschreiten, steigt täglich an.  Ein erneuter Lockdown ist nach Einschätzung von RKI-Präsident Lothar Wieler vermeidbar, „wenn jeder Verantwortung übernimmt„. „Wir wissen definitiv mehr über das Virus und besitzen bessere Mittel dagegen, Krankenhäuser und die Ärzte sind besser vorbereitet, Pflegeheime sensibler„, sagte Wieler am Freitag in einem Interview der Nachrichtenagentur KNA in Berlin.

Wieler warnt vo übertriebenen Impfstoff-Optimismus

Der Chef des Robert-Koch-Instituts wartne gleichzeitig vor übertriebenem Optimismus mit Blick auf Sars-Cov-2-Impfstoffe. Es gehe eher um die Frage, was ein Impfstoff bewirken könne. „Reduziert sie die Viruslast oder verhindert sie Erkrankung?“ Auch die Frage nach möglichen Nebenwirkungen solle beachtet werden. Das solle man „bei allem berechtigten Optimismus im Kopf behalten„, so der RKI-Chef.

Wieler hebt außerdem noch einmal die Wichtigkeit der „AHA+L“-Regeln hervor: Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Alltagsmasken tragen und Lüften.



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