ZEW: Eltern haben finanziell am meisten von Ampel-Koalition

Geringverdiener und Eltern profitieren voraussichtlich am stärksten von der künftigen Regierung.

Das zeigen Berechnungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), über die die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet. Demnach könnten Ampel-Vorhaben wie höherer Mindestlohn und Kindergrundsicherung dazu führen, dass künftig mindestens 2,4 Millionen Bürger aus dem Armutsrisiko fallen.

Dazu gehören 1,4 Millionen Kinder. Laut ZEW können Haushalte mit einem Jahreseinkommen von bis zu 20.000 Euro mit 700 Euro mehr im Jahr rechnen. Das sind bis zu sechs Prozent ihres Einkommens zusätzlich. Für die Mittelschicht sieht der Koalitionsvertrag ein prozentual größeres Finanzplus vor als für Topverdiener. Paare mit Kindern können im Schnitt mit 3.000 Euro jährlich mehr rechnen, Alleinerziehende mit 2.300. Singles und kinderlose Paare haben dagegen nur 300 beziehungsweise 700 Euro mehr zu erwarten. Falls das Bundesverfassungsgericht den Solidaritätszuschlag kippt, ändern sich die Ergebnisse. Topverdiener würden dann durch die Ampel-Pläne finanziell bessergestellt als Teile der Mittelschicht. Dies könnte für Streit zwischen SPD, Grünen und FDP sorgen. Die ZEW-Rechnungen erfassen nur jenen Teil des Koalitionsvertrags, dessen direkte Finanzwirkungen auf einzelne Bürger bezifferbar sind. Klimaschutz, Bildung oder andere Politikfelder bleiben deshalb außen vor.



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