„Ich halte diese Diskussion dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung für abenteuerlich“, sagte Wanderwitz dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgaben). „Wir haben drei Jahrzehnte gemeinsam auch diesen Strom bezogen.“

Aus seiner Sicht sei ein Atom-Endlager in Ostdeutschland zwar „nicht wünschenswert“, aber möglich. „Wir brauchen objektive Kriterien für Akzeptanz.“ Das Ost-West-Kriterium sei „nicht objektiv“. Thüringens Innenminister und neuer SPD-Landesvorsitzender Georg Maier hatte zuvor gesagt: „Bei der Endlagersuche muss auch einbezogen werden, dass die Atomwirtschaft stark westdeutsch geprägt war und beispielsweise auch die Gewerbesteuern dort vereinnahmt wurden. Jetzt den Atommüll weitgehend in Ostdeutschland endzulagern, wäre ungerecht.“ Nach Erkenntnissen der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) haben deutschlandweit 90 Gebiete günstige geologische Voraussetzungen für ein Atommüll-Endlager. Die Gebiete liegen etwa in Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen, aber auch in den ostdeutschen Ländern.



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