VZBV: Entlastungspaket gleicht Preissteigerungen nicht aus

Das Entlastungspaket der Bundesregierung zur Abmilderung der gestiegenen Energiekosten stößt auf Kritik des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV).

Das Paket bringe natürlich schon Entlastungen, es sei aber insgesamt nur „halbherzig“, sagte Energie-Experte Thomas Engelke der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die Preissteigerungen würden gerade für Menschen mit geringem Einkommen nicht annähernd ausgeglichen.

Engelke kritisiert, dass insbesondere beim geplanten Wegfall der EEG-Umlage zum 1. Juli nicht festgeschrieben sei, dass die Entlastung in vollem Umfang an die Verbraucher zurückzugeben ist. „Das muss ganz klar gesetzlich festgeschrieben werden“, so Engelke. Der Experte kritisierte außerdem, dass der geplante Heizkostenzuschuss im Sommer sowie Einmalzahlungen an besonders Bedürftige insgesamt zu niedrig ausfallen. Da sie nicht sofort ausgezahlt werden, drohen zahlungsunfähigen Haushalten Energiesperren. „Wir fordern deshalb sofort ein Moratorium für Strom- und Gassperren, damit niemand im Dunkeln sitzen oder frieren muss“, sagte der Energieexperte.



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