Vertragsstreit mit der EU: Astrazeneca liefert doch etwas mehr

Vertrag zwischen EU und Astrazeneca, über dts
Die EU hat im Streit mit Astrazeneca den Pharmahersteller dazu bewogen, nun doch etwas mehr Impfstoff zu liefern - und das offenbar eine Woche früher als zuletzt geplant.

Im ersten Quartal würden nun 40 Millionen Impfdosen geliefert, teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Sonntagabend mit. Ursprünglich hatte die EU mit Astrazeneca mal 80 Millionen Impfdosen für das erste Quartal verabredet, letzte Woche war bekannt gewesen, dass das Unternehmen nur 31 Millionen liefern kann – oder liefern will.

Die Kürzung beträgt mit der neuen Vereinbarung also „nur“ noch 50 anstatt 61 Prozent. Für Deutschland bedeutet das, dass im Februar und März nun 7,4 Millionen Impfdosen von Astrazeneca ankommen sollen, anstatt der seit einer Woche kalkulierten 5,8 Millionen. Damit steigt die Summe der bis Ende März verfügbaren Impfdosen von allen drei bislang zugelassenen Herstellern für Deutschland auf immerhin 21,5 Millionen. Damit könnten bis Anfang April 10,7 Millionen Deutsche einen vollen Impfschutz – bestehend aus zwei Dosen – erhalten, wenn von nun an alle Zusagen eingehalten werden.

Das entspricht 13 Prozent der Bevölkerung. Von der Leyen teilte außerdem mit, dass Astrazeneca seine Produktionskapazitäten in Europa ausbauen wolle. Ob damit der Streit mit der EU beigelegt ist, ließ die EU-Kommissionspräsidentin offen.

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