Verkehrsminister wollen 49-Euro-Ticket – MPK soll entscheiden

Im Streit über eine Nachfolge für das Ende August abgelaufene 9-Euro-Ticket haben die Verkehrsminister von Bund und Ländern eine Einigung erzielt.

Die Fachminister vereinbarten am Donnerstag nach zähen Verhandlungen, die Einführung eines 49-Euro-Tickets vorzuschlagen. Es gebe eine Verständigung „über alle Parteigrenzen hinweg“, sagte Bremens Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne) in Bremerhaven.

Es sei gelungen, einen gemeinsamen Vorschlag vorzulegen. Das Ticket solle papierlos und deutschlandweit gültig sein. Man wolle, dass es „schnellstmöglich eingeführt“ werde, so Schaefer. Sie kündigte zudem eine Evaluierung nach zwei Jahren an.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) ergänzte, dass es sich um ein Abo-Ticket handeln soll, welches sich automatisch verlängert. Es könne aber monatlich gekündigt werden. Eine Einführung werde ab dem 1. Januar 2023 angestrebt. Abgehakt ist das Thema durch die Einigung aber noch nicht, da die Regierungschefs von Bund und Ländern auf einer MPK noch zustimmen müssen.

Die Frage nach der Finanzierung des ÖPNV sei noch offen, so Wissing. Die Länder pochen auf eine Zusage für eine Erhöhung der Regionalisierungsmittel. Die offenen Fragen müssten in einem „Gesamtpaket“ der Ministerpräsidenten geklärt werden, sagte der Bundesverkehrsminister.



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