Umweltministerin für engere föderale Kooperation bei Klimaanpassung

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat eine engere föderale Zusammenarbeit bei der Klimaanpassung gefordert.

„Die Flutkatastrophe bei uns und die Brände am Mittelmeer senden unübersehbare Alarmzeichen: Jetzt ist die Zeit für engagierten Klimaschutz und umsichtige Risikovorsorge“, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). „Bund, Länder und Kommunen müssen künftig wesentlich enger zusammenarbeiten, um unsere Infrastruktur vor Extremwetter abzusichern. Vor allem die Kommunen brauchen jetzt volle Unterstützung“, so die SPD-Ministerin.

Städte und Gemeinden seien als Erste gefordert, „um die lokal sehr unterschiedlichen Folgen des Klimawandels zu bewältigen“. Die Bundesregierung stehe mit Förderprogrammen und Sofortberatung zur Seite, nötig sei „eine dauerhafte Finanzierungsperspektive von Bund und Ländern für die Klimaanpassung“, betonte Schulze. Die Ministerin verwies auf den neuen Bericht des Weltklimarates, der am kommenden Montag offiziell vorgelegt wird.

„Starkregenereignisse und extreme Trockenheit werden in Europa häufiger und heftiger werden. Das zeigt uns der neue Bericht des Weltklimarates sehr deutlich“, sagte Schulze. Die Auswirkungen seien derzeit vielerorts in Europa zu sehen. Die beste Maßnahme bleibe „entschlossener Klimaschutz“, das Tempo müsse in den kommenden Jahren „massiv erhöht“ werden.

„Gerade das andauernde Zaudern und Zögern beim Ausbau Erneuerbarer Energien, so wie wir es seitens der Union und ihrem Wirtschaftsminister erleben, ist schlichtweg fatal und zukunftsvergessen“, so die SPD-Politikerin.





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