Ukrainischer Botschafter wirft Mützenich Einschüchterung vor

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrji Melnyk, kritisiert mit scharfen Worten den SPD-Fraktionsvorsitzenden Rolf Mützenich und wirft ihm unzulässige Einschüchterung vor.

Zu „Bild“ (Samstagausgabe) sagte Melnyk, Mützenich und SPD-Parteifreunde sollten aufhören, „den Botschafter eines souveränen Staates zu belehren, ihn mundtot zu machen und sogar einzuschüchtern. Die Meinungsfreiheit ist für uns Ukrainer das höchste Gut und sie gilt auch für einen Diplomaten in gleicher Weise wie für einen Fraktionsvorsitzenden.“

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Mützenich hatte kürzlich unter anderem gesagt, man müsse im aktuellen Konflikt auch die Sicherheitsinteressen Russlands berücksichtigen. „Es ist eine verdammte Pflicht eines ukrainischen Botschafters, unsere deutschen Freunde, vor allem in der SPD, zu mahnen, dass eine Appeasement-Politik gegenüber einem aggressiven Russland katastrophale gar apokalyptische Folgen, nicht nur für die Ukraine, aber auch für Deutschland und ganz Europa haben wird“, sagte Melnyk zu „Bild“. Es sei immer noch nicht zu spät, diesen „grundverkehrten Kurs endlich ad acta zu legen und sofort mutige präventive Schritte zu unternehmen, um einen neuen russischen Überfall noch zu vorzubeugen.“



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