Ukraine nennt deutsche Waffenlieferungen „ersten Schritt“

Die deutschen Waffenlieferungen können nach Ansicht des ukrainischen Botschafters in Deutschland nur ein erster Schritt sein.

„Die Ukrainer sind erleichtert, dass die Ampel-Regierung diesen geschichtsträchtigen Kurswechsel in letzter Minute wagte“, sagte Melnyk in der Nacht zu Sonntag der „Welt“. Die Entscheidung bedeute „den endgültigen Abschied von deutschen Illusionen“.

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Die Ukraine erwarte aber, dass „dies nur der erste Schritt Deutschlands ist, um den perfiden Krieg Putins abzuwehren“. Die Ukrainer hofften, „dass die Bundesregierung auch in den nächsten schicksalhaften Tagen und Wochen uns mit weiteren Verteidigungswaffen stark unter die Arme greift“, sagte Melnyk. Zugleich fordere die Ukraine die Bundesregierung auf, den Ausschluss aus dem internationalen Zahlungssystem SWIFT auf alle russischen Banken auszuweiten, „um der Kriegsmaschinerie des Kreml einen Todesstoß zu versetzen“. Außerdem verlange die Ukraine „einen sofortigen Importstopp für alle russischen Rohstoffe, und zwar ohne Ausnahme, nicht nur für Gas, Erdöl, Kohle oder Metalle“, sagte Melnyk. So könne die Finanzierung des „wahnsinnigen Feldzugs trockengelegt werden“. Nötig sei auch ein unverzügliches Verbot für sämtliche deutschen und europäischen Investitionen in Russland. Deutschland ist der mit Abstand größte Importeur von russischem Gas und Öl in Europa.



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