Trittin besteht auf Kohleausstieg 2030

Jürgen Trittin, der für die Grünen in den Ampelgesprächen die Arbeitsgruppe "Klima, Energie, Transformation" mitverhandelt, hat das Ziel eines Kohleausstiegs bis 2030 bekräftigt.

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„Wir haben einen klaren Auftrag aus dem Sondierungspapier“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgabe). „Wir wollen bis 2030 die Kohleverstromung beenden“, so Trittin.

Er verwies zudem darauf, dass die Grünen ein Aus für den Verbrennungsmotor vor 2035 anstreben. Mit Blick auf die Klimakonferenz in Glasgow forderte der Grünen-Politiker, dass die Industrieländer ihre finanziellen Leistungen für Adaption und Hilfe in vom Klimawandel besonders betroffenen Staaten erfüllen. „Da fehlen immer noch 20 der 100 Milliarden US-Dollar jährlich, die zugesagt worden sind“, sagte der „Ampel“-Verhandler dem RND. „Um vollständig auf den 1,5 Grad-Pfad zu kommen, müssten zusätzliche Zusagen erfolgen“, forderte der Bundestagsabgeordnete. „Die haben diejenigen, die für den Klimawandel hauptverantwortlich sind, nicht erbracht.“ Trittin beklagte, die G20 seien für 80 Prozent der Emissionen verantwortlich, hätten sich aber einem konkreten Datum, bis wann sie klimaneutral sein wollen, ebenso verweigert wie einem Ende der Kohleverstromung. „Hier haben die 20 wichtigsten Industriestaaten und damit auch Europa schlicht und ergreifend versagt. Das würde ich nicht den Klimaverhandlern in Glasgow in die Schuhe schieben“, sagte er dem RND. Es nütze jedoch nichts, aufeinander mit dem Finger zu zeigen, sondern man müsse sich überlegen, in welchen Fragen man unter den Hauptverursachern des Klimawandels kooperieren kann, um die Klimakrise zu beenden.





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