Tafel ruft zu Lebensmittelspenden auf

Tafel-Verbandschef Jochen Brühl fordert angesichts des Ukraine-Krieges und der Inflation zu Lebensmittelspenden auf.

„Tafeln sind so sehr gefordert wie nie zuvor“, sagte er der „Osnabrücker Zeitung“ (Freitagausgaben). Durch die stark gestiegenen Energie- und Lebensmittelkosten in den zurückliegenden Wochen habe die Zahl der Tafel-Besucher stark zugenommen.

„Hinzu kommen jetzt die ersten Geflüchteten aus der Ukraine, und deren Zahl wird ziemlich sicher weiter steigen“, so Brühl. Die Tafeln seien solidarisch und würden alle Menschen unterstützen, die Hilfe benötigten. Er warnte aber: „In dieser Situation gehen derzeit die Spenden an Tafeln zurück. Ich appelliere an Unternehmen wie Bürger: Wir benötigen dringend Lebensmittel und Hygiene-Artikel.“ Wer helfen könne, möge sich an die Tafeln vor Ort wenden. Zugleich forderte Brühl Unterstützung von der Politik. „Die stark gestiegenen Spritpreise bedeuten für eine mittelgroße Tafel Mehrkosten im Jahr von schätzungsweise 17.000 Euro.“ Obendrauf kämen die Mehrausgaben etwa für die Kühlung der Lebensmittel. „Das können ehrenamtliche Vereine nicht stemmen. Die Helfer brauchen Hilfe“, appellierte der Tafel-Chef.



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