Strack-Zimmermann plädiert für US-Kampfjet als Tornado-Nachfolger

Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), plädiert für eine Beschaffung des US-Kampfjets F-35 als Nachfolger der veralteten Tornados der Bundeswehr.

„Die meisten Bündnispartner fliegen dieses System. Ich halte das für eine gute Lösung, wenn wir gleichzeitig den Eurofighter mit Blick auf das deutsch-französische Projekt eines Kampfflugzeugs der Zukunft weiterentwickeln“, sagte Strack-Zimmermann der „Welt“.

Sie würde es begrüßen, wenn der Inspekteur der Luftwaffe, Ingo Gerhartz, die F-35 „noch einmal betrachten“ würde. Gerhartz hatte in der vergangenen Legislaturperiode eine Mischlösung aus dem älteren US-Jet F-18, der für die nukleare Teilhabe und elektronische Kampfführung zum Einsatz kommen soll, und Eurofightern vorgeschlagen. Im Gespräch ist auch, die Tornados allein durch Eurofighter zu ersetzen. „Eine europäische Lösung, bei der die Tornados allein durch Eurofighter ersetzt werden, hat industriepolitischen Charme, würde die Zertifizierung für die nukleare Teilhabe seitens der Amerikaner aber erschweren“, sagte die FDP-Politikerin. Strack-Zimmermann sagte, im Koalitionsvertrag sei vereinbart, die Nachfolge des Tornados noch in diesem Jahr zu regeln. Mit Blick auf Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) sagte Strack-Zimmermann: „Ich bin da guter Dinge, Frau Lambrecht hat diese dringend benötigte Anschaffung mit dem Kanzler besprochen und wird natürlich daran gemessen werden, ob sie sich im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin auch durchsetzt.“



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