Steuergewerkschaft stellt Dienstwagenprivileg infrage

Der Bundesvorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft, Florian Köbler, hat sich für eine Reform des sogenannten Dienstwagenprivilegs ausgesprochen.

„Die pauschale Besteuerung zur Privatnutzung eines Dienstwagens gehört auf den Prüfstand“, sagte Köbler dem „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe). „Die Regelungen sind in den vergangenen Jahren immer komplizierter geworden, insbesondere im Hinblick auf die Besteuerung der privaten Nutzung eines E-Autos.“

Zudem seien diese in der Praxis „schwer administrierbar und begünstigen die Besserverdiener“. Kritisch sieht er, andere Steuervorteile zu beenden, etwa indem die Mehrwertsteuer künftig stärker an ökologischen Kriterien ausgerichtet würde, wie dies zum Beispiel das Umweltbundesamt vorgeschlagen hatte. „Die Anhebung des Mehrwertsteuersatzes auf Fleisch ist europarechtlich höchst bedenklich“, sagte Köbler. Er rät: „Der Staat müsste viel früher ansetzen und die Subventionen in der Landwirtschaft auf den ökologischen Prüfstand stellen.“



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