Ricarda Lang bewirbt sich offiziell um Grünen-Vorsitz

Grünen-Vize Ricarda Lang bewirbt sich nun offiziell um den Parteivorsitz.

„In den letzten Jahren haben wir daran gearbeitet, die Partei zu öffnen und Politik für die ganze Gesellschaft zu machen“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Montagsausgaben). „Jetzt gilt es, darauf aufzubauen.“

Es gehe darum, wie man sich in der Regierung neu erfinde, wie man noch mehr Menschen erreiche, wie man 125.000 Mitglieder organisiere und die „sozial-ökologische Transformation“ tatsächlich schaffe. „Dafür habe ich viele Ideen und möchte meine Erfahrung aus den vergangenen Jahren einbringen. Deshalb kandidiere ich als Parteivorsitzende.“ Die Wahl findet bei einem digitalen Parteitag Ende Januar statt. Lang fügte hinzu: „Es gibt ja schon eine Kandidatur von Omid Nouripour. Und ich kann mir das mit ihm sehr gut vorstellen.“ Ihr „gemeinsamer Führungsstil“ könne „ehrlich und kooperativ“ sein – „immer entlang der Frage: Was wollen wir gemeinsam erreichen?“ Dabei sagte sie mit Blick auf die noch amtierenden Parteivorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck, die jetzt Ministerämter innehaben und nicht mehr kandidieren: „Es wird in Zukunft nicht das eine Machtzentrum in der Partei geben. Das würde unseren 125.000 Mitgliedern auch gar nicht gerecht werden. Es wird unterschiedliche Rollen und damit auch verschiedene Machtzentren geben. Das Wichtige ist, dass wir eng zusammenarbeiten, um unseren Auftrag einer sozial-ökologischen Wende zu erfüllen.“ Die Grünen-Politikerin sagte überdies, dass ihre Partei weitergehende Ziele hätten. „Ich möchte die Umsetzung des Koalitionsvertrages unterstützen und gleichzeitig über den Regierungsalltag hinausdenken und das Profil der Grünen weiter schärfen“, sagte sie dem RND. „Die Grünen sind noch nicht am Ziel angekommen, die führende progressive Kraft in diesem Land zu werden. Ich möchte, dass wir diesen Anspruch ausfüllen können.“ Lang fuhr fort: „Unser Fokus gilt den kommenden vier Jahren. Dafür sind wir gewählt worden. Aber natürlich soll zukünftig auch noch mehr drin sein. Es wird Aufgabe des neuen Bundesvorstandes sein, das, was möglich ist, auch zu realisieren.“



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