Mützenich verteidigt Altkanzler Schröder

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hat die Tätigkeit von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) für den staatlichen russischen Energiekonzern Gazprom verteidigt.

„Gerhard Schröder hat das Recht auf ein Privatleben“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). „Neben seinen wirtschaftlichen Aktivitäten widmet er sich auch stark humanitären Initiativen, unterstützt Künstlerinnen und Künstler.“

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Schröder habe sich als Bundeskanzler große Verdienste erworben, sagte Mützenich. „Er hat unser Land durch eine existenzielle Krise in der Sozial- und Wirtschaftspolitik geführt. Das rechne ich ihm hoch an – ebenso wie sein Nein zum Irakkrieg.“ Der frühere US-Präsident George W. Bush habe einen „völkerrechtswidrigen Krieg im Irak“ geführt, so der Fraktionsvorsitzende. Er sei sehr dankbar, dass Schröder „diesem Kurs widersprochen und Deutschlands Beteiligung an diesem Krieg verhindert“ habe. Auf die Frage, wie groß Schröders Einfluss auf die SPD sei, antwortete Mützenich: „Er ist ein langjähriges Mitglied der Sozialdemokratischen Partei, der viel für die SPD geleistet hat. Verantwortung tragen aktuell aber andere.“



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