Merz will männlichen Generalsekretär

Friedrich Merz will im Falle seiner Wahl als CDU-Parteivorsitzender einen Mann zum Generalsekretär machen.

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Der frühere Berliner Gesundheitssenator Mario Czaja solle dieses Amt übernehmen, sagte Merz am Dienstag bei der Vorstellung seines „Team CDU“. Christina Stumpp, ehemalige Referentin des baden-württembergischen Landwirtschaftsministers Peter Hauk solle neue „stellvertretende Generalsekretärin“ werden.

Einen solchen Stellvertreterposten kennt die CDU bislang nicht. Sowohl der 46-jährige Czaja als auch die 34-jährige Stumpp waren bei der Bundestagswahl neu ins Parlament gewählt worden. „Die großen Themen unserer Zeit kann ein Vorsitzender nicht alleine beantworten, dafür braucht es ein Team“, sagte Merz am Dienstag. Viele Kommentatoren hatten damit gerechnet, dass die bislang allesamt männlichen Kandidaten für den CDU-Vorsitz eine Frau zur Generalsekretärin machen. Norbert Röttgen hat bereits Franziska Hoppermann für diesen Posten nominiert. Helge Braun hat noch keinen „Schatten-Generalsekretär“. Laut CDU-Plan können noch bis Mittwoch Nominierungen für den Parteivorsitz ausgesprochen werden. Danach soll bis 2. Dezember eine „Vorstellungsphase“ laufen, vom 4. bis 16. Dezember werden dann die Mitglieder befragt – online oder per Briefwahl.

Bekommt kein Kandidat die absolute Mehrheit, läuft vom 28. Dezember bis 13. Januar 2022 ein zweiter Wahlgang. Formal muss der neue CDU-Chef auf dem Parteitag am 21. Januar 2022 in Hannover gewählt werden. Den Generalsekretär wählt der Parteitag traditionell ohne Gegenkandidaten auf Vorschlag des Parteichefs.





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