Lauterbach verlangt neue Impfstrategie

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat eine Neuausrichtung der deutschen Impfstrategie gefordert.

Der Astrazeneca-Impfstoff solle für alle unter 65-Jährigen in den ersten drei Prioritätsgruppen der Impfverordnung „sofort zur Verfügung gestellt werden“, sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben). Außerdem solle das Präparat von Astrazeneca auch bei über 65-jährigen „sofort eingesetzt werden dürfen“.

Darüber hinaus forderte der Epidemiologe, der Abstand zwischen erster und zweiter Impfung solle „bei allen Impfstoffen innerhalb der Zulassung so weit gestreckt werden wie möglich“. Mit möglichst vielen Erstimpfungen gelinge es, Menschen vor schwerer Krankheit und Tod zu bewahren. Lauterbach sagte: „Da wir noch nicht ausreichend viel Impfstoff zur Verfügung haben, eine dritte Welle begonnen hat und gleichzeitig auch Impfstoff liegen bleibt, müssen wir die Strategie ändern.“ Zuvor hatten die Ministerpräsidenten von Bayern und Baden-Württemberg, Markus Söder (CSU) und Winfried Kretschmann (Grüne), die Freigabe des ungenutzten Astrazeneca-Impfstoffs für alle gefordert.





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