Lambrecht will persönliche Bundeswehr-Ausrüstung verbessern

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) plant, die zusätzlichen Mittel für die Bundeswehr vor allem für die persönliche Ausstattung der Soldaten zu nutzen.

Die Soldaten leisteten ihren Dienst mit „beeindruckendem Engagement und höchster Professionalität“, sagte sie der „Bild am Sonntag“. Und weiter: „Sie sichern unsere Freiheit.“

Deshalb verdienten sie die bestmögliche Ausstattung. Sie habe Generalinspekteur Eberhard Zorn beauftragt, „mit Priorität die persönliche Ausrüstung der Truppe schnellstmöglich zu verbessern“. Das stehe jetzt „ganz weit oben“ auf ihrer Agenda. Auch Patrick Sensburg (CDU), Präsident des Reservisten-Verbandes, forderte eine bessere Ausrüstung und mehr Soldaten für die Truppe: „Auch moderne Kommunikationsmittel sind nicht in ausreichender Zahl vorhanden“, sagte Sensburg der „Bild am Sonntag“. Die Marine brauche Patrouillenboote und größere Schiffe. Aber dafür brauche es Personal. Sensburg forderte, die Zahl der Soldaten (derzeit 184.000) „auf deutlich über 200.000“ zu erhöhen. Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Wolfgang Hellmich, will zügig schwere Transporthubschrauber beschaffen und alles dafür tun, „damit sich die Truppen am Boden gegen Angriffe aus der Luft verteidigen können“. Der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Florian Hahn (CSU), forderte die Anschaffung von Raketenabwehrsystemen nach israelischem Vorbild, konkret „einen Iron Dome für Berlin“. Putin sei „in seinem Tyrannenwahn alles zuzutrauen“, so Hahn. „Mit unseren derzeitigen Mitteln wären wir nicht in der Lage, unsere Hauptstadt effektiv vor Raketenbeschuss zu beschützen.“

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