Lambrecht befürchtet anhaltende Einsamkeit bei Älteren


Lambrecht befürchtet anhaltende Einsamkeit bei Älteren

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Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht (CDU) hat davor gewarnt, die psychischen und sozialen Folgen der Pandemie für Ältere zu unterschätzen.

Derzeit werde viel über Kinder, Jugendliche und Familien gesprochen, „doch wir dürfen darüber nicht die Älteren aus dem Blick verlieren“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Die Pandemie habe viele alte Menschen sehr einsam gemacht.

„Viele haben sich zurückgezogen, viele waren isoliert, weil sich niemand um sie kümmern konnte“, so Lambrecht. „Wir müssen diesen älteren Menschen Angebote machen, um ihnen wieder mehr Kontakte und soziales Leben zu ermöglichen.“ Sie werde dazu Teilhabemöglichkeiten vor Ort ausbauen, zum Beispiel in Mehrgenerationenhäusern. Zudem würden neu gestartete Modellvorhaben gefördert, die helfen sollen, Einsamkeit vorzubeugen und sie zu bekämpfen.

„Dabei brauchen wir aber auch die Hilfe der Vereine und Initiativen vor Ort, die spezielle Angebote für Senioren machen“, so Lambrecht. Es gebe darüber hinaus Hilfe zur Stärkung der digitalen Kenntnisse. Sie werde dazu in den nächsten Wochen Vorschläge machen, kündigte die Ministerin an. „Wir dürfen diese Gruppe nicht aus den Augen verlieren, nur weil sie nicht lautstark auftritt“, mahnte die SPD-Politikerin.





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