Kubicki: Verfall der Union nicht aufzuhalten

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) hält den Niedergang der Union für nicht mehr aufzuhalten.

„Der Verfall der Union ist meines Erachtens unabhängig von den Personen Laschet oder Söder, er wird von beiden nicht gebremst werden“, sagte er der „Welt am Sonntag“. Man sehe eine Partei, „die in den letzten 16 Jahren keine inhaltlichen Debatten geführt, sondern fast ausschließlich strategische Machtüberlegungen angestellt hat“.

Armin Laschet habe nur eine Chance, wenn er sich in den nächsten Monaten von dieser Art der Politikgestaltung verabschiedet und einen eigenen Führungsanspruch dokumentiere. „Die Rolle als kleiner Sohn von Angela Merkel reicht nicht.“ Auf die Frage, ob die FDP mit den Grünen koalieren könne, sagte Kubicki: „Selbstverständlich. Wir dokumentieren das jeden Tag in Schleswig-Holstein. Im Bund könnten wir uns neben Jamaika auch vorstellen, in anderen Konstellationen vernünftige Politik zu betreiben.“ Das Problem bei einer grünen Ampel werde aber darin bestehen, „dass die Sozialdemokratie so abgrundtief abschmiert, dass es numerisch dazu wahrscheinlich nicht reichen wird“, sagte Kubicki der „Welt am Sonntag“.





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