Kritik an Impfschwänzern wird lauter

Innerhalb der Bundesregierung regt sich massiver Unmut über Menschen, die Impftermine nicht wahrnehmen.

Dass sich in einer Phase, in der über die Verlängerung von milliardenschweren Hilfsmaßnahmen diskutiert werde, immer mehr Bürger die Freiheit nehmen, Impftermine abzulehnen, sei eine „schwere Zumutung“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Thomas Bareiß (CDU) dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe). „Jeder, der seine Impfung nicht ernst nimmt, handelt unsozial und verantwortungslos.“

Die zunehmende Impfmüdigkeit sei für jeden Gastronom, der immer noch mit erheblichen Einschränkungen leben müsse oder für Messebauer, die nicht wüssten, wann es wieder losgehe, ein „Schlag ins Gesicht“. Bareiß warnte vor den Folgen: „Weitere Hilfspakete oder gar Schließungsmaßnahmen könnte ich schwer vertreten, während immer mehr Menschen sich ihrer Verantwortung fürs Impfen entziehen.“ Der CDU-Politiker wies auf wissenschaftliche Erkenntnisse hin, wonach es nach der zweiten Impfung eine „hohe Sicherheit“ gebe, auch vor der Delta-Variante geschützt zu sein. „Deshalb müssen wir jetzt alles dafür tun, dass so viele Menschen wie möglich den vollumfänglichen Schutz erhalten.“





Werbung