Kommunen zweifeln an Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung


Kommunen zweifeln an Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung

Der Städte- und Gemeindebund hat Zweifel an der beschlossenen Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung geäußert.

„Mit einem Rechtsanspruch auf dem Papier ist im Zweifel den Eltern nicht geholfen, wenn die tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort leider anders aussehen und auf die Schnelle auch nicht signifikant verändert werden können“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben). „Die Politik in Bund und Ländern ist hier ein hohes Risiko eingegangen. Jetzt muss sie sich deshalb auch in der Umsetzung dauerhaft und nachhaltig engagieren.“

Insgesamt fehlen bundesweit über 600.000 Betreuungsplätze, so Landsberg. „Das ist eine personelle und finanzielle Herausforderung in Milliardenhöhe.“ Die Länder seien gefordert, die Ausbildungskapazitäten für die Ganztagsbetreuer umgehend massiv auszuweiten, verlangte der Hauptgeschäftsführer. Zusätzlich müssten den Kommunen unverzüglich Mittel bereitgestellt werden, um die notwendigen Umbaumaßnahmen in den Grundschulen auf den Weg zu bringen. Oftmals werde die Erfüllung in nicht nur Umbau- sondern auch Neubaumaßnahmen erfordern.





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