Integrationsbeauftragte für mehr Polizei mit Migrationsgeschichte

Die Integrationsbeauftragte Reem Alabali-Radovan (SPD) wünscht sich mehr Polizisten, Lehrer und Verwaltungsexperten mit Migrationsgeschichte.

Zu viele junge Menschen, die nicht in Deutschland geboren worden seien, hätten den Staat als möglichen Arbeitgeber kaum auf dem Schirm, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). „Um Vorbehalte auf beiden Seiten abzubauen und auch den Blick der Behörden auf eingewanderte Menschen zu schärfen, braucht es mehr Vielfalt. Da sollte der Bund vorangehen und gezielter einstellen“, sagte sie der „Rheinischen Post“.

Eine verbindliche Migrationsquote in Behörden sieht sie skeptisch: „Damit wäre ich vorsichtig. Zunächst müssen wir erstmal alle möglichen Maßnahmen ausschöpfen, da ist Luft nach oben.“ Mehr als ein Viertel der Bürger hätten einen Einwanderungshintergrund.

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Dies müsse sich in Polizei, Schulen und Kommunen widerspiegeln. Die Bundesregierung werde dazu eine Diversitätsstrategie vorlegen. Sich selbst sieht die 31-jährige Tochter irakischer Eltern nicht unbedingt als Vorbild: „Ich bin ungern ein Aushängeschild. Aber ich freue mich, wenn ich insbesondere junge Frauen dafür begeistern kann, wofür ich stehe.“



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