Innenministerin will Verteilquote für Ukraine-Flüchtlinge

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) drängt auf eine feste Verteilung von Ukraine-Flüchtlingen in Europa.

„Polen hat fast zwei Millionen Menschen aufgenommen und leistet gerade Herausragendes“, sagte Faeser dem „Spiegel“. Polen und andere Nachbarländer der Ukraine müssten nun entlastet werden, wozu Deutschland einen großen Beitrag leiste.  „Das Ziel muss eine Verteilung der Ukraine-Geflüchteten innerhalb Europas nach festen Quoten sein“, sagte die Innenministerin.

„Darauf arbeite ich mit Außenministerin Annalena Baerbock und Verkehrsminister Volker Wissing hin.“  Auch von Staaten außerhalb der Europäischen Union erhofft sich Faeser einen Beitrag. „Es wäre auch gut, wenn es international eine große Bereitschaft gäbe, Geflüchtete aufzunehmen, etwa seitens der USA, Kanadas oder Japans“, sagt sie im „Spiegel“.  Nach Angaben des Uno-Flüchtlingshilfswerks UNHCR haben seit Beginn von Wladimir Putins Angriffskrieg bereits rund 3,2 Millionen Menschen die Ukraine verlassen. Der Großteil flüchtete zunächst in die Nachbarländer Polen, Rumänien, Moldau, Ungarn und die Slowakei. Nach Deutschland kamen nach Faesers Angaben bislang rund 200.000 Menschen.



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