Hausärzte-Verband kritisiert Schnellteststrategie

Der ab Montag geltende Anspruch jeden Bürgers auf einen kostenlosen Corona-Schnelltest pro Woche wird laut Hausärzteverband nicht umzusetzen sein.

„Was wir nicht anbieten können, ist ein Tag der offenen Tür für alle, die sich mal eben spontan testen lassen wollen“, sagte Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Hausärzteverbandes, der „Bild am Sonntag“. Er kritisierte die Politik scharf für eine völlig ungenügende Planung: „Wir wissen nicht einmal ansatzweise, wann diese Schnelltests in welchem Umfang von wem geordert und zu wem geliefert werden sollen. Das geht so nicht.“

CSU-Generalsekretär Markus Blume legte mit Kritik an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach: „Man kann nicht die Verantwortung beim Testen auf die Länder schieben und sich selbst für komplett unzuständig erklären“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten wollen Öffnungen bei Restaurants vor allem mit Schnell- und Selbsttests ermöglichen. Dass künftig die Wirte ihren Gästen einen Corona-Test anbieten müssen, lehnt der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga ab. Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges sagte der „Bild am Sonntag“ dazu: „Nicht jeder Gastronom kann sich ein eigenes Testzelt vor den Eingang stellen, das ist gerade für kleinere Betriebe schlicht nicht leistbar.“





Werbung