Habeck sieht China-Einstieg bei Chiphersteller Elmos kritisch

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sieht die Übernahme einer Fertigung beim Dortmunder Chiphersteller "Elmos" durch ein chinesisches Unternehmen sehr kritisch.

Er habe seine Haltung auch innerhalb der Bundesregierung klar thematisiert, berichtet der „Spiegel“. Es sei nicht gesetzt, dass es zu einer Genehmigung kommt, heißt es laut Insidern.

Damit grenzt sich der Vizekanzler von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ab, der in der Ampelkoalition zuletzt bereits die Beteiligung der chinesischen Großreederei „Cosco“ an einem Containerterminal des Hamburger Hafens durchgedrückt hatte. Das Bundeswirtschaftsministerium prüft derzeit, ob es eine Übernahme von „Elmos Waferfertigung“ durch den Konkurrenten „Silex“ untersagen soll. Das schwedische Unternehmen ist eine hundertprozentige Tochter des chinesischen Konzerns „Sai Microelectronics“. Die Chipherstellung gilt als wirtschaftsstrategisch bedeutsam. Bislang allerdings sah es so aus, als würde die Bundesregierung keine Einwände gegen den Kauf des Werks mit rund 200 Mitarbeitern geben. Was im Wirtschaftsministerium offensichtlich als problematisch angesehen wird: Im Firmengeflecht von „Sai Microelectronics“ befindet sich wohl auch mindestens ein Tochterunternehmen, das militärische Produkte herstellt. Deshalb muss untersucht werden, inwiefern eine Übernahme dazu führen könnte, dass Chips oder deren Technik an das chinesische Militär fließen könnten.



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