Grünen-Fraktionschefin: Spahn untergräbt Vertrauen in Impfpolitik

Nach dem Astrazeneca-Stopp hat Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) frontal angegriffen.

„Mit dem unkoordinierten und schlecht vermittelten Aussetzen der Impfungen mit Astrazeneca hat Gesundheitsminister Spahn das Vertrauen in die Impfpolitik weiter untergraben“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). Der Impfstoff sei eines der wichtigsten Instrumente im Kampf gegen ein Virus.

„Im Umgang damit braucht es eine gute und ausgewogene Informationspolitik und Augenmaß anstatt der Holzhammermethode.“ Die Bundesregierung müsse transparent machen, warum sie den Weiterimpf-Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation und der Europäischen Arzneimittel-Agentur nicht folge, forderte Göring-Eckardt. „Und sie muss offenlegen, wie sie inmitten einer Pandemie, die bei uns täglich Hunderte Tote fordert, die möglichen Risiken einer Impfung gegenüber denen einer Nicht-Impfung und Corona-Erkrankung abgewogen hat.“ Spahn und die gesamte Bundesregierung müssten nun „einen Plan auf den Tisch legen, wie der Schutz durch Impfungen rasch hochgefahren werden kann“, verlangte die Grünen-Politikerin.





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