Großer Teil der Beschäftigten will nach Pandemie flexibel arbeiten

Unabhängig von der Pandemie will ein großer Teil der Beschäftigten nach Darstellung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) "flexibel arbeiten in einem gesunden Mix aus mobiler Arbeit und Präsenz im Büro".

DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben), zwei Drittel der Arbeitgeber wollten nach der Pandemie hingegen wieder zurück zum alten Status Quo. „Diesen Interessenkonflikt muss die Ampel dringend zugunsten von Beschäftigten auflösen“, forderte Piel.

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Laut einem Beschlussentwurf für die Ministerpräsidenten-Konferenz am Mittwoch wollen Bund und Länder die bisherige Pflicht zu Homeofice zum 20. März auslaufen lassen. Während der DGB von der Bundesregierung „Augenmaß“ verlangte, lehnte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) eine Verlängerung ab. Ihr Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter sagte den Funke-Zeitungen, eine Verlängerung der gesetzlichen Homeoffice-Pflicht sei „überflüssig“. Das gelte erst recht für einen Anspruch auf mobile Arbeit. „Mit einem stumpfen Anspruch auf Homeoffice erreichen wir nichts“, so Kampeter. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) gab zu bedenken, zu Hause zu arbeiten, sei für Millionen von Menschen zur neuen Normalität geworden. Heil sagte, er sei dafür, „dass wir aus dem coronabedingten ungeplanten Großversuch zum Homeoffice grundlegende Konsequenzen ziehen.“ Sein Ziel ist es, den Beschäftigten den Rücken zu stärken, die mobiles Arbeiten stärker in ihren Arbeitsalltag einbauen möchten. Die Koalition habe verabredet, „dass die Beschäftigten ihren Wunsch nach Homeoffice zukünftig mit dem Chef oder der Chefin erörtern können. Wenn diese das ablehnen wollen, müssen betriebliche Gründe dagegenstehen“, erläuterte Heil.



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