Digitaler Impfnachweis kommt am Donnertag

Corona-Warn-App, über dts
Der digitale Impfnachweis kommt nun noch früher! Bereits ab Donnerstag wird das Zertifikat ausgerollt.

Das teilte das Robert-Koch-Institut am Mittwoch mit. Die Version 2.3 der App ermögliche es, den digitalen Impfnachweis bei vollständigem Impfschutz in der App hinzuzufügen, hieß es.

Dafür müsse der QR-Code gescannt werden, den man bei der Impfung oder nachträglich erhält. Dann werde die Info auf dem Handy gespeichert und der Impfschutz könne anschließend per QR-Code vorgezeigt werden. Das „Handelsblatt“ hatte zuvor unter Berufung auf einen Brief von Gottfried Ludewig, Digitalchef im Bundesgesundheitsministerium, an seine Länderkollegen berichtet, dass der zuständige IT-Konzern IBM noch in dieser Woche, voraussichtlich am Mittwoch, die technische Infrastruktur freischalten wolle.

Impfnachweis noch früher

Ursprünglich war der Plan, den digitalen Impfnachweis ab 14.06. zur Verfügung zu stellen. Jetzt soll alles noch viel schneller gehen.

Die Einführung dieses Digital-Passes in Deutschland starte bereits am Donnerstag, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. „Der digitale Impfpass wird jetzt Schritt für Schritt ausgerollt und in den Apps verfügbar sein„, fügte er hinzu. Minister Jens Spahn (CDU) werde die Details am Donnerstag in einer Pressekonferenz erläutern.

Update der Corona-Warn-App im Rollout

Durch die Integration des digitalen Impfnachweis in die Corona-Warn-App wird die europäische „CovPass“-App für Deutsche überflüssig. Derzeit ist die europäische App noch nicht veröffentlicht. Sie soll erst Ende Juni veröffentlicht werden.

Außerdem wird der Impfnachweis auch ausgedruckt auf Papier ausgegeben.

Das hierzu notwendige Update befindet sich bereits im sogenannten „Rollout“, wird also bereits über die App-Stores verteilt.

In der Version 2.3.2. kann dann der Nutzer sein Impfzertifkat einscannen und so auf die „CovPass“-App verzichten. Diese App könne verwendet werden, wenn man keine Tracing-App auf seinem Smartphone nutzen möchte, also wenn keine Kontaktnachverfolgung stattfinden soll.

Wer also die Corona-Warn-App nutzt, kann darüber nicht nur Testergebnisse (positiv wie negativ), sondern auch sein Impfzertifkat verwalten. Gleichzeitig kommuniziert die App mit den Servern anderer europäischer Länder, um beispielsweise nach positiven Tests Warnungen zu erhalten. Praktisches Beispiel: Befinden Sie sich im Urlaub in beispielsweise Spanien. Wird dort eine Person positiv auf Covid-19 getestet und Sie befanden sich in der direkten Nähe, erhalten Sie Rückmeldung auf Ihr Smartphone – genau wie in Deutschland auch.

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung wurde bislang mehr als 28 Millionen Mal heruntergeladen. Experten schätzen, dass sie von rund 25 Millionen Menschen aktiv genutzt wird. Die Wirksamkeit der App erhöht sich, je mehr Menschen die Anwendung tatsächlich einsetzen.

Nachweis per QR-Code abscannen

Seit mehreren Wochen laufen Feldversuche mit dem digitalen Impfnachweis in Deutschland. Es wird getestet, ob das Einscannen funktioniert. Dieses digitale Zertifikat kann dann europaweit kontrolliert werden. Es wird den bestehenden gelben Impfpass nicht ersetzen, sondern ergänzen.

Um ein Impfzertifikat in die App hinzuzufügen, muss der Erklärung in der App zufolge der QR-Code, der bei der Impfung ausgegeben werde, eingescannt werden. Die App lese Informationen des QR-Codes aus und speichere die Daten lokal in einem sicheren Bereich der Smartphones.

Wer bereits voll durchgeimpft ist, aber noch kein Zertifikat erhalten habe, könne sich den digitalen Impfnachweis beim Hausarzt unter Vorlage des Impfpasses ausstellen lassen. Da diese aufgrund der vielen Impfungen überlastet sind, sollen Apotheken ab dem 14. Juni aushelfen.

Europaweiter Start ab 1. Juli

Ab 1. Juli werden dann die Mitgliedsstaaten der EU zusammengeschaltet. Dies geschieht über eine EU-PLattform. Dort können dann auch Informationen über Testergebnisse oder überstandene Coronainfektionen hinterlegt werden.

Die hierfür notwendigen Zertifkate können bereits ausgestellt werden – in Deutschland geschieht dies ab Montag. Acht weitere Mitgliedstaaten stellen das EU-Impfzertifikat ebenfalls bereits aus, so ein Kommissionssprecher. Das sind dies Bulgarien, Dänemark, Griechenland, Kroatien, Litauen, Polen, Spanien und Tschechien.

Der digitale Impfpass werde „es den EU-Bürgern leichter machen, ihr Grundrecht auf Freizügigkeit wahrzunehmen“ und sei ein „praktisches Instrument“, um sicheres Reisen im Sommer zu ermöglichen, so EU-Justizkommissar Didier Reynders.

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