DGB fürchtet Leistungskürzungen durch Krankenkassen-Defizit

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat angesichts des 5,8 Milliarden Euro großen Defizits der gesetzlichen Krankenkassen vor Leistungskürzungen gewarnt.

„Weniger Leistung bei der Gesundheitsversorgung ist keine Option“, sagte DGB-Vorstand Anja Piel dem „Handelsblatt“ (Freitagausgabe). Dafür stehe Minister Lauterbach „mit seinem Versprechen im Wort“.

Stattdessen müsse die Bundesregierung die wachsenden Löcher in den Finanzen der Krankenkassen schnellstens stopfen. „Kurzfristig muss sich der Bund stärker an der Finanzierung der Krankenkassen beteiligen und beispielsweise endlich für Hartz-IV-Beziehende kostendeckende Beiträge leisten“, sagte Piel. SPD, Grüne und FDP hätten im Koalitionsvertrag lediglich unverbindlich versprochen, künftig „höhere Beiträge“ für diese Menschen an die Kassen zu entrichten. „Mittel- und langfristig müssen die Kosten für Krankheit aber auf mehr und auf stärkere Schultern verteilt werden“, forderte Piel. Dafür sei eine Bürgerversicherung das bessere Modell, in die auch Besserverdienende einzahlen.



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