Corona-Impfquote bei Bundeskriminalamt beträgt 86 Prozent

Beim Bundeskriminalamt (BKA) sind rund 86 Prozent der Beamten zweimal gegen das Coronavirus geimpft.

„Die Impfquote im Bundeskriminalamt liegt bei den Erst-Impfungen bei etwa 90 Prozent und bei den Zweit-Impfungen bei etwa 86 Prozent“, sagte eine Sprecherin dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Montagausgaben). Allerdings beruhten diese Angaben auf einer freiwilligen Meldung der Mitarbeitenden.

Beim BKA gilt nach Angaben der Sprecherin die 3G-Regel. Dies bedeute, dass nur nachweislich geimpften, genesenen oder negativ getesteten Mitarbeitenden der Zutritt zu den Liegenschaften gewährt werde. Für Ungeimpfte sei auf Grund der rechtlichen Vorgaben ein zertifizierter Schnelltest zwingend nötig. Bei der Bundespolizei sind mittlerweile ebenfalls rund 86 Prozent der Beamten geimpft. Das sagte der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Andreas Roßkopf, dem RND. Mitte November hatte die Quote noch bei 81 Prozent gelegen, bei Einheiten im besonders stark von Corona betroffenen Sachsen sogar bei nur 55 Prozent. Der Hauptpersonalrat hatte daraufhin einen Brief an den damals geschäftsführenden Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) geschrieben und „eine Impfpflicht für alle Beschäftigten in der Bundespolizei“ empfohlen. Dazu ist es bisher allerdings nicht gekommen. Roßkopf, der als Gewerkschafter für die Bundespolizei zuständig ist, lehnt eine Impfpflicht allein für die Bundespolizei auch ab. „Wir empfehlen dringend, sich impfen zu lassen“, sagte er. „Wenn Bundespolizisten Kontrollen durchführen, dann sollten sie selbst geimpft sein. Sonst führt das zu einem Problem bei der Glaubwürdigkeit.“ Der Gewerkschafter fügte jedoch hinzu: „Für eine Impfpflicht sehen wir keine gesetzliche Grundlage.“ Das Thema sei wie im Rest der Gesellschaft auch „in der Bundespolizei sehr umstritten“, räumte er ein. „Hier steht unter anderem das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung im Raum.“



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