CDU ringt nach Niedersachsen-Wahl um Neupositionierung

Die CDU will nach der Niederlage bei der Landtagswahl in Niedersachsen die inhaltliche Neuausrichtung der Partei vorantreiben.

Unter Leitung von Bundesvize Carsten Linnemann soll das neue Grundsatzprogramm ausgearbeitet werden. „Wir müssen das inhaltliche Profil der CDU schärfen, da haben wir Nachholbedarf“, sagte Linnemann der „Welt“ (Dienstagausgabe).

„Aber genau das packen wir gerade an.“ „Die Partei und die thematische Ausrichtung rücken nun stärker in den Mittelpunkt“, sagte Linnemann. „Bis September kommenden Jahres müssen unsere Positionen zu allen relevanten Themen dieses Landes stehen, mit fünf bis zehn Punkten, die uns deutlich von den anderen Parteien abheben. Daran werde ich mich als Vorsitzender der Grundsatz- und Programmkommission messen lassen.“ Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) glaubt hingegen nicht, dass eine inhaltliche Neuausrichtung nötig sei.

„Wir müssen uns nicht neu erfinden. Unsere liberalen, konservativen und christlich-sozialen Wurzeln sind heute immer noch so tragfähig wie früher. In dieser Dreifalt“, sagte die MIT-Vorsitzende Gitta Connemann (CDU) der „Welt“. „Daraus lassen sich Antworten auf jede Herausforderung ableiten. Aber wir müssen auch zu diesen stehen.“

Es bringe nichts, andere kopieren zu wollen, so Connemann: „Wer glaubt, mit den Themen anderer auch deren Wähler übernehmen zu können, irrt.“



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