Bundeskabinett beschließt neue Einreiseverordnung


Bundeskabinett beschließt neue Einreiseverordnung

Das Bundeskabinett hat die neue Einreiseverordnung am Freitag wie erwartet beschlossen. Dies hat Folgen für Urlauber.

Die Entscheidung sei im „Umlaufverfahren“ getroffen worden, teilte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer mit. Demnach sind alle Einreisenden ab dem 1. August verpflichtet, bei Einreise über einen Nachweis zu verfügen.

Dies kann ein Impf-, Test- oder Genesenennachweis sein. Bei Einreise aus einem Virusvaraintengebiet müssen auch Geimpfte und Genesene einen Test nachweisen. Diese Regelung diene dazu, die Eintragung zusätzlicher Infektionen nach Deutschland möglichst gering zu halten, so die Regierungssprecherin. Diese Nachweispflichten gelten künftig nur für Personen, die das 12. Lebensjahr vollendet haben.

Zusätzlich gibt es ab dem 1. August nur noch zwei Arten von Risikogebieten, nämlich Gebiete mit erhöhtem Risiko („Hochrisikogebiete“) und „Virusvariantengebiete“. Für Einreisende aus diesen Gebieten gelten weiterhin Anmelde- oder Absonderungspflichten. Die regelhaft 14-tägigen Quarantänepflichten für Einreisende aus Virusvariantengebieten bleiben weiterhin mit den entsprechend geltenden Ausnahmeregelungen bestehen. Die Quarantänepflichten für Einreisende aus Gebieten mit erhöhtem Risiko („Hochrisikogebiete“) entsprechen den Pflichten, wie sie für die bisherigen Hochinzidenzgebiete gelten, nämlich: Nicht geimpfte oder genesene Einreisende müssen eine zehntägige Quarantäne antreten, die frühestens ab dem fünften Tag durch Übermittlung eines negativen Testnachweises beendet werden kann.

Ausnahme: Wer jünger als 12 Jahre ist, kann ohne Testnachweis nach fünf Tagen die Quarantäne beenden.

Ausnahmen für Pendler

Weitere Ausnahmen sollen für Pendler mit Aufenthalten von maximal 24 Stunden gelten. Diese müssen zwei Tests pro Woche übermitteln.

Ebenfalls ausgenommen sind Kinder unter zwölf Jahren, für die es bisher noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt.

Spahn: „Wir reduzieren eingetragene Infektionen“

Alle nicht geimpften Einreisenden nach Deutschland müssen sich künftig testen lassen – egal ob sie mit dem Flugzeug, Auto oder der Bahn kommen„, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitagmorgen. „Damit reduzieren wir das Risiko, dass zusätzliche Infektionen eingetragen werden.“

Diese regeln gelten, so Spahn für Reisende, die nicht vollständig geimpft oder eine Corona-Infektion überstanden haben.

Generell gilt, dass Reisen mit Impfung leichter ist„, sagte Spahn. „Geimpfte sparen sich das Testen und müssen grundsätzlich auch nicht in Quarantäne. Das Impfangebot an alle im Sommer steht. Wir haben genügend Impfstoff.





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