Bundesaußenminister will Bekenntnis zu Freundschaft mit den USA

Zum Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 hat Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) zum Bekenntnis zur transatlantischen Freundschaft aufgerufen.

„20 Jahre danach fragen wir uns: Wie weiter“, sagte er am Freitag. „Ich bin überzeugt, dass unsere Antwort nun nicht sein kann, uns aus unserem vielfältigen Engagement für Frieden und Sicherheit in der Welt zurückzuziehen“, so Maas.

„Mit Heraushalten ist unseren Interessen und unserer Sicherheit am wenigsten gedient. Ein Teil der Antwort muss in der Erneuerung unserer Allianzen liegen – und gerade heute im Bekenntnis zu unserer Freundschaft und Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika“, zeigte sich der Bundesaußenminister überzeugt. Am 20. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September trauere man gemeinsam mit den USA. „Wir trauern mit denjenigen, die an diesem Tag Freunde und Angehörige verloren und die schwere Verletzungen und Traumata davon getragen haben. Wir alle werden diesen langen Tag niemals vergessen“, so der SPD-Politiker.

Man dürfe, auch 20 Jahre danach, nicht den „klaren Blick“ darauf verlieren, „dass am 11. September nicht nur die USA angegriffen wurden, sondern wir alle“. Die fast 3.000 Menschen, die an diesem Tag ihr Leben verloren, kamen aus 92 verschiedenen Ländern, darunter auch elf aus Deutschland. „Die Erkenntnis bleibt: dauerhafte Instabilität, Extremismus und Terror, auch in entfernteren Regionen der Welt, gehen uns irgendwann alle an. Über vieles, was nach dem 11. September geschehen ist, müssen wir kritisch nachdenken, das haben uns die jüngsten Ereignisse in Afghanistan noch einmal sehr brutal vor Augen geführt“, so Maas.

Dabei schulde man sich selbst „Ehrlichkeit“, man schulde den vielen Menschen, „die sich jahrelang für den Aufbau Afghanistans verdient gemacht haben“ aber auch Fairness. „Ihr Einsatz war wichtig und wertvoll und wird es immer bleiben“, sagte der Minister.





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