Atomkonzerne sehen hohe Hürden für Laufzeit-Verlängerung

Vor einem Treffen der Energieminister von Bund und Ländern am heutigen Dienstag weisen die Atomkonzerne auf Probleme bei einer Laufzeit-Verlängerung hin.

„Am Ende ist es an der Politik, über eine mögliche Laufzeit-Verlängerung der Kernkraftwerke zu entscheiden. Die genehmigungsrechtlichen und technischen Hürden für eine Verlängerung wären allerdings sehr hoch“, sagte die RWE-Sprecherin der „Rheinischen Post“ (Dienstag).

Der Eon-Sprecher sagte zwar: „In dieser Ausnahmesituation sind wir bereit, darüber zu sprechen, unter welchen technischen, organisatorischen und regulatorischen Randbedingungen eine verlängerte Nutzung des Kernkraftwerks Isar 2 möglich wäre, sofern dies seitens der Bundesregierung ausdrücklich gewünscht ist.“ Eons Atom-Tochter PreussenElektra weist aber auch darauf hin, dass die Lieferung mit neuen Brennstäben dauern würde: „Nach einer ersten Abschätzung gehen wir davon aus, dass frische Brennelemente in gut 1,5 Jahren zur Verfügung stehen könnten.“ Zudem müssen sich die Konzerne dann neue Uran-Lieferanten suchen. „In den letzten Betriebsjahren unserer Kraftwerke haben wir das für die Brennelemente benötigte Uran aus Kasachstan und Russland sowie in geringen Mengen aus Kanada bezogen“, so die Sprecherin von PreussenElektra. Ende 2022 sollen die letzten drei Meiler in Deutschland eigentlich vom Netz. Die Energieminister wollen am Dienstag über Alternativen zu russischen Energieimporten beraten.

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