Ampel einigt sich auf mehr Geld für berufliche Bildung

Die Ampel-Koalition hat sich darauf verständigt, mittelständischen Unternehmen mehr Geld für Aus- und Weiterbildungen zu zahlen.

Darauf einigten sich die Berichterstatter im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages Frank Junge (SPD), Felix Banaszak (Grüne) und Karsten Klein, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Die ursprünglich vorgesehenen 59 Millionen Euro für die Förderung der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung sollen laut Beschluss des Haushaltsausschusses vom Mittwochabend nun auf 70 Millionen Euro aufgestockt werden.

Somit übernimmt der Bund künftig ein Drittel der Kosten, ein weiteres Drittel soll von den Ländern kofinanziert werden. Zudem wird laut den Ampel-Plänen das Programm „Berufliche Bildung – Fortbildungseinrichtungen“ um weitere fünf Millionen Euro auf nun 38 Millionen Euro aufgestockt. „Das ist eine gute Nachricht vor allem für Schulabgängerinnen und Schulabgänger, die dadurch neue Perspektiven erhalten“, sagte Grünen-Berichterstatter Felix Banaszak. Es sei auch ein Zeichen, dass die Koalition die berufliche Bildung gegenüber der akademischen stärken wolle.

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„Wir brauchen nicht nur mehr Master, sondern auch mehr Meisterinnen und Meister“, sagte Banaszak. Ein starkes Handwerk sei notwendig, wenn man die Wirtschaft nachhaltig gestalten wolle. Beim Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) stießen die Pläne auf Zuspruch. „Überbetriebliche Berufsbildungsstätten tragen wesentlich zur Sicherung der Ausbildungsaktivitäten von kleinen und mittleren Unternehmen und zur Fachkräftesicherung in Deutschland bei“, sagte BVMW-Chefvolkswirt Hans-Jürgen Völz den Funke-Zeitungen.

Eine Aufstockung der Programme sei daher ein „wichtiges Signal der Ampel-Koalition“. Allerdings müsse der Bürokratieabbau forciert werden, da der Abfluss der Mittel oft an bürokratischen Hürden scheitere.



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