Althusmann unterstützt Laschet im Rennen um CDU-Vorsitz

Der niedersächsische CDU-Vorsitzende Bernd Althusmann hat sich vor der anstehenden Wahl des künftigen CDU-Bundesvorsitzenden für Armin Laschet ausgesprochen.

Es sei wichtig, dass der künftige Parteivorsitzende der CDU die Gesellschaft zusammenführt, im Team arbeite und der Union eine tragfähige Koalitionsoption biete, sagte Althusmann der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagsausgabe). „Ich persönlich habe daher eine Präferenz für Armin Laschet.“

Althusmann warnte in der FAZ zudem, nach der Entscheidung der Delegierten dürfe es in der Union nicht zu einer Lagerbildung kommen. Niedersachsens Wirtschaftsminister zeigte sich zudem als einer der ersten CDU-Politiker aufgeschlossen für die Einführung von weitergehenden Impfausweisen. „Ich bin offen für diese Idee“, sagte Althusmann der FAZ. Falls sich herausstellen sollte, dass Geimpfte das Coronavirus nicht weiterverbreiten, „stellt sich schon die Frage, warum die Beschränkungen für jemanden gelten, von dem kein Infektionsrisiko mehr ausgeht“, sagte Althusmann der FAZ. „Und ich glaube, dass wir einen Impf-Nachweis auch digital hinbekommen können.“ Ein Impfausweis könne auch die Not in vielen Branchen lindern, sagte Althusmann. Die Debatte über solche Ausweise könne aber erst dann sinnvoll geführt werden, sobald genügend Menschen geimpft wurden und geklärt sei, ob sie dann noch infektiös sind. Der stellvertretende Ministerpräsident von Niedersachsen sprach sich schließlich auch für eine deutliche Verlängerung des Lockdowns „auf jeden Fall bis Ende Januar“ aus. Die Zielmarke der Corona-Politik dürfe nicht nur eine Inzidenz von 50 sein, warnte Althusmann in der FAZ. „Wir müssen 35 erreichen, um die Lage in den Griff zu bekommen.“ Niedersachsen liegt derzeit bei etwa 94, Deutschland bei mehr als 120. Althusmann kritisierte gleichzeitig das Vorgehen der Europäischen Union für bei der Impfstoff-Beschaffung. „Wir geben derzeit etwa ein Drittel des deutschen BIP für die Corona-Bekämpfung aus. Dass die EU dann ausgerechnet bei den Impfstoffen auf den genauen Euro-Preisunterschied achtet, erschließt sich mir nicht“, sagte Althusmann der FAZ. Die Strategie der EU, auf mehrere Hersteller zu setzen, sei hingegen grundsätzlich richtig.





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