Ärzte und Apotheker rechnen mit anziehendem Impftempo in NRW

Vertreter des Gesundheitswesens in NRW gehen davon aus, dass die Bereitschaft zum Impfen wieder steigen dürfte.

„Bei den Bestellungen haben wir festgestellt, dass diesemit Beginn derSommerferien deutlich zurückgegangen sind“, sagte Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbands Nordrhein, der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). „Das dürfte aber auch damit zusammenhängen, dass das Gros der Impfwilligen bereits die Spritze bekommen hat.“

Hinzu komme, dass in den Ferien viele Ärzte und Impfkandidaten im Urlaub waren. „Auch das dürfte zu einem Rückgang geführt haben.“ Entsprechend könne das Impfgeschehen noch einmal anziehen. Zusätzlich dürften die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz einen positiven Effekt auf das Impfgeschehen haben. Nach den Daten des Landesgesundheitsministeriums zum Impffortschritt lagen die Zahlen der Erst- und Zweitimpfungen in den ersten drei Tagen dieser Woche um 84.375 über der der Vorwoche. Ein Sprecher sagte allerdings, das lasse sich „nicht ohne Weiteres auf den MPK-Beschluss zurückführen“. Auch der Vorsitzende des Hausärzteverbands Nordrhein, Oliver Funken, sagte der „Rheinischen Post“, so kurz nach der Länderrunde lasse sich noch nichts Genaues sagen: „Das wird sich in den nächsten ein bis zwei Wochen zeigen.“ Eine Sprecherin der KV Westfalen-Lippe sagte zudem, eine große Nachfrage habe es zuletzt bei Impfungen von Jugendlichen gegeben. Eine Einschätzung, die der Präsident des Verbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, teilt: „Eine Million geimpfte Jugendliche in der Alterskohorte von zwölf bis 17 ist schon eine relativ hohe Zahl. Das zeigt für mich, dass die Akzeptanz für das Impfen hoch ist.“ Sollte die Ständige Impfkommission in der kommenden Woche eine umfassendere Empfehlung zum Impfen dieser Altersgruppe abgeben, erwarte er davon nochmals einen Schub, sagte Fischbach der „Rheinischen Post“.





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