Ärzte sollen Priorisierung beim Impfen ändern dürfen

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) will den niedergelassenen Ärzten einen breiten Ermessensspielraum geben, wen sie wann und in welcher Reihenfolge impfen.

Zwar soll die bisherige Priorisierung auch für die Impfungen in den Arztpraxen „als Grundlage“ dienen, die tatsächliche Entscheidung erfolge jedoch „nach jeweiliger ärztlicher Einschätzung vor Ort“, heißt es in einem Papier zur „Impfstrategie“, das der dts Nachrichtenagentur vorliegt. „Dies wird helfen, in dieser Phase eine flexiblere Umsetzung von Impfungen zu ermöglichen“, so der Text aus dem Ministerium mit Datum 1. März.

„Ab der zweiten Märzwoche“ soll die Beauftragung „ausgewählter“ Arztpraxen in der Impfverordnung des Bundes „einen festen Rahmen“ haben. Denn eine Überlastung der Impfzentren erwartet das Ministerium schon in wenigen Wochen. „In den meisten Ländern wird die Zahl der verfügbaren Impfdosen bereits im April die von den Ländern gemeldeten maximalen Kapazitäten in den Impfzentren übersteigen“, heißt es in dem Papier. Außerdem sollen Betriebsärzte und Unternehmen „im Laufe des zweiten Quartals“ verstärkt in die Impfkampagne eingebunden werden, so das Ministerium.





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