Trump sieht sich als Wahlsieger

Bei der US-Präsidentschaftswahl hat Amtsinhaber Donald Trump sich zum Sieger erklärt und seinen Gegnern Wahlbetrug vorgeworfen. Jetzt möchte er die Wahl vorzeitig stoppen lassen.

„We were getting ready to win this election, frankly we did win this election“, sagte Trump in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) im Weißen Haus. Er sprach von „Wahlbetrug“.

Man werde bis zum Obersten Gerichtshof gehen, um zu verhindern, dass die Demokraten seinen Wahlsieg „stehlen“. Unter anderem reklamierte er einen Sieg in den wichtigen Bundesstaaten Georgia und North Carolina für sich. Sein Vorsprung bei der Auszählung sei nicht mehr aufzuholen. Auch eine Niederlage in Arizona wolle er noch nicht eingestehen.

Auch in Pennsylvania führe man mit deutlichem Vorsprung, fügte Trump hinzu. Laut dem US-Nachrichtensender „Fox News“ hat Herausforderer Joe Biden Arizona gewonnen. Für Georgia und North Carolina hat noch keiner der großen US-Sender eine Entscheidung verkündet. Nach Wahlmännerstimmen liegt Biden gegen 08:30 Uhr deutscher Zeit mit 238 zu 213 gegen Trump vorne.

Insgesamt verläuft die Wahl spannender als von vielen Experten erwartet. In einigen wichtigen Bundesstaaten steht der Sieger noch nicht fest, unter anderem Pennsylvania, Wisconsin und Michigan sowie North Carolina und Georgia. Die Präsidentschaftswahl gewinnt, wer 270 Wahlmännerstimmen auf sich vereinigen kann.

Beispielloser Vorgang: Trump erhebt Betrugsvorwürfe und will Auszählung stoppen

Donald Trump erklärte sich vorzeitig zum Sieger der Wahl in den USA. „Ganz ehrlich, wir haben diese Wahl gewonnen„, sagte der Präsident am Morgen in einem Statement im Weißen Haus. Er sieht sich als Sieger, insbesondere in den umstrittenen Bundesstaaten Wisconsin, Michigan und Pennsylvania. In keinem der genannten Staaten gibt es jedoch bisher ein Ergebnis. Es werde weiter ausgezählt und könnte noch Tage dauern.

Trump behauptet dennoch, er habe diese Staaten mit teilweise „großem Vorsprung“ gewonnen. Er gewinne auch Pennsylvania mit „einer enormen Zahl an Stimmen„, so Trump.

Der amerikanische Präsident sprach aufgrund der Verzögerung beim Wahlergebnis von einem „großen Betrug am amerikanischen Volk„.

Am Ende ist dies ein zu erwartender Vorgang gewesen. Denn Trump kündigte dieses Vorgehen bereits vor der Wahl an. Dass die Auszählung länger dauert, war jedoch ebenfalls zu erwarten. Der Grund hierfür liegt überwiegend darin, dass eine sehr große Menge an Briefwahl-Stimmzetteln eingegangen sind.

Derzeit liegt Trump in wichtigen Bundesstaaten vorne. Dies kann sich durch die Auszählung der Stimmen jedoch zugunsten Bidens drehen. Dies scheint Trump mit diesem hochgradig umstrittenen Manöver verhindern zu wollen. Seit Monaten schürt der amtierende Präsident Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Wahl.

Umfragen zufolge wollten landesweit vor allem Demokraten die Briefwahl nutzen. Republikaner wollten hingegen am Wahltag an die Urne treten. Seit Wochen behauptete Trump, ohne jeglichen Beleg, Briefwahl würde Betrug begünstigen. Dieser Fakt könnte Hauptgrund sein, weshalb Trump die Wahl an dieser Stelle vorzeitig beenden lassen möchte.

Biden: „Wir sind auf dem Weg, diese Wahl zu gewinnen“

Unterdessen gab sich Joe Biden am Mittwochmorgen siegessicher: „Wir glauben, dass wir auf dem Weg sind, diese Wahl zu gewinnen„, sagte der 77-Jährige, bevor sich Trump zu Wort meldete. „Ich oder Donald Trump können nicht verkünden, wer die Wahl gewonnen hat. Das ist die Entscheidung der Bürger Amerikas. Aber ich bin optimistisch, was das Ergebnis angeht„. Man habe gewusst, dass die Auszählung der Stimmen lange dauern würde. Er rief zur Geduld auf.

Nach Wahlmännerstimmen liegt Biden gegen 06:55 Uhr deutscher Zeit mit 237 zu 210 gegen Trump vorne. Insgesamt verläuft die Wahl spannender als von vielen Experten erwartet. In einigen wichtigen Bundesstaaten steht der Sieger noch nicht fest, unter anderem Pennsylvania, North Carolina, Wisconsin und Michigan. Die Präsidentschaftswahl gewinnt, wer 270 Wahlmännerstimmen auf sich vereinigen kann.

 

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