Ex-US-Außenminister Colin Powell an Corona gestorben

Der ehemalige US-Außenminister Colin Powell ist tot.

Es starb am Montag im Alter von 84 Jahren an den Folgen einer Corona-Infektion, teilte seine Familie über Facebook mit. Er sei vollständig geimpft gewesen, hieß es.

Der ehemalige Vier-Sterne-General der US Army war von 1987 bis 1989 Nationaler Sicherheitsberater der USA. Nach seiner Pensionierung ging er in die Politik und war in der ersten Amtszeit von US-Präsident George W. Bush bis 2005 Außenminister der Vereinigten Staaten. Weltgeschichte schrieb er am 5. Februar 2003, als er vor dem UN-Sicherheitsrat die Begründung der USA für den Irakkrieg vorstellte, inklusive angeblicher Beweise für Verstöße gegen eine UN-Resolution. Später entschuldigte sich Powell für die in der Rede verbreiteten Falschangaben. Der Republikaner war der erste Afroamerikaner in diesem Amt. Innerhalb der Bush-Regierung galt er als moderate Figur. Dies hatte bis zu seinem Rücktritt auch immer wieder zu Spannungen geführt. Zuletzt war er als Reaktion auf dem Sturm auf das Kapitol im Januar 2021 aus der Republikanischen Partei ausgetreten.

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Amerikanische Medien berichten, Powell habe das Multiple Myelom, eine Blutkrebserkrankung, die den Körper daran hindert, Infektionen zu bekämpfen.

Der ehemalige US-Außenminister gehöre damit zur Risikogruppe der Immunsupression, bei der Impfdurchbrüche am wahrscheinlichsten seien.

Bush: „Zutiefst betrübt“

Der frühere US-Präsident Goerge W. Bush erklärte, seine Frau Laura und er seien zutiefst betrübt über den Tod Powells. Er habe in den USA und im Ausland hohe Anerkennung genossen.

Powell war der erste Afroamerikaner als US-Außenminister und galt als entschiedener Trump-Gegner. Der Sturm auf das Kapitol nach der Wahlniederlage war der Grund, weswegen Powell aus der republikanischen Partei austrat.



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