Boris Johnson gibt im Kampf um Truss-Nachfolge auf

Großbritanniens Ex-Premier Boris Johnson gibt im Kampf um ein mögliches Comeback vorerst auf.

Er werde sich nicht um eine Nachfolge für den Vorsitz der Konservativen Partei bewerben, zitierten ihn am Sonntagabend die BBC und der britische Nachrichtensender „Sky News“. Damit ist er automatisch auch aus dem Rennen für den Posten des Premierministers.

Demnach habe er zwar mit angeblich 102 Parlamentariern die erforderliche Anzahl an Unterstützern, er sei aber zu dem Schluss gekommen, das es „nicht das Richtige“ sei, wird Johnson zitiert. Man könne „nicht effektiv regieren“, wenn man keine geschlossene Partei im Parlament habe, so Johnson. Bis Montagmittag haben mögliche Kandidaten Zeit, unter den knapp über 350 konservativen Parlamentariern 100 für sich zu gewinnen. Mit dem Rückzug Johnsons dürften die Chancen von Ex-Finanzminister Rishi Sunak steigen, der laut Zählung der britischen Fernsehsender bereits als erster die notwendige Unterstützung von 100 Tory-Abgeordneten erhalten hatte.

Die für Parlamentsfragen zuständige Ministerin Penny Mordaunt hatte als Erste ihre Kandidatur angekündigt, sie hat laut öffentlicher Zählung aber erst um die 25 Unterstützer. Wenn Sunak als Einziger die Hürde überspringt, ist er schon am Montag neuer Tory-Chef und wird zum Premierminister. Wenn es mehrere Kandidaten gibt, können sich die Abgeordneten am Montag zuerst noch unter sich auf einen Nachfolger für Premierministerin Liz Truss einigen, gelingt das nicht, folgt eine Online-Abstimmung unter den Mitgliedern der Konservativen Partei. Spätestens am kommenden Freitag soll ein neuer Tory-Chef und damit Premierminister feststehen.



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