Auswärtiges Amt spricht Reisewarnung für Teile Italiens aus

Das Robert-Koch-Institut und das Auswärtige Amt haben die Liste der Risikogebiete am heutigen Tag deutlich ausgebaut. Erstmals seit Monaten findet sich auch Italien wieder auf der Liste der Reisewarnungen.

So wird vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Regionen Kampanien und Ligurien ab dem 17. Oktober 2020 aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt.

Italien erlebt gerade einen regelrechten Corona-Schock. Wurden zwischen Juli und September täglich zwischen 400 und 2000 Neuinfektionen täglich gemeldet, stiegen die Neuinfektionen seit 01. Oktober spürbar an. Wurden bis zum 05. Oktober immer noch täglich unter 3000 Infektionen vermeldet, waren es am 7.10 bereits 3677, am 9.10 bereits 5372, am 14. Oktober 7332 und am heutigen 15.10 bereits 8804 Neuansteckungen binnen 24 Stunden – das Siebenfache von vor einem Monat.

Und erneut trifft es die Lombardei am härtesten, gefolgt von Kampanien, Venetien, der Toskana und dem Piemont.

8804 Neuinfektionen stellt gleichzeitig den höchsten Wert seit Ausbruch der Pandemie im März dar – natürlich auch mit dem Hintergrundwissen, dass heute deutlich mehr getestet wird. Wurden im März nach Angaben der Süddeutschen Zeitung täglich rund 25.000 Abstriche gemacht, sind es heute rund 160.000.

Und noch etwas ist anders: Lagen im Frühjahr mehr als 3000 Menschen auf den Intensivstationen Italiens, sind es heute weniger als 600.

Dennoch gilt mittlerweile in ganz Italien Maskenpflicht – auch im Freien, Partys sind privat wie auch im öffentlichen Raum untersagt und zu Hause darf man sich höchsten mit sechs Personen treffen. Bars und Pubs müssen um 21 Uhr schließen, Pizzerien und Restaurants um 24 Uhr.

Und auch Kontaktsportarten für Amateure sind untersagt. Trauerfeiern und Hochzeiten sind auf maximal 30 Personen begrenzt.

Am Wochenende berät die Regierung über eine Verschärfung der Auflagen. Premierminister Guiseppe Conte sagte treffend: „Es hängt von der Disziplin der Bürger ab. Dieses Spiel gewinnen oder verlieren wir alle gemeinsam“.

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